|
Wann und wo
entstand Tischtennis? Eine schwierige Frage, und so gehen
die Meinungen auch weit auseinander. Hat Tischtennis seinen
Ursprung in Asien, England oder gar bei den Indianern in
Nord- und Südamerika, wie einige Stimmen behaupten?
Wie auch immer, bekannt wurde der Sport gegen Mitte des 19. Jahrhunderts.
Damals wurde noch kein Tisch, sondern der Boden im Freien
oder irgendwelchen Hallen oder Sälen benutzt, und als Netz
dienten nicht selten aufgestapelte Bücher. 1884 kam man
schließlich auf die Idee, das Spiel vom Boden auf den Tisch
zu verlegen. Zur gleichen Zeit änderte sich auch das
Spielmaterial, man benutzte lange, fliegenklatschenartige
Schläger, die mit Pappdeckeln oder Tuch überzogen waren.
So richtig stürmisch ging's dann erst los, als der
englische Ingenieur James Gibb 1890 den Zelluloidball aus
Amerika mit nach Europa brachte, der den luftgefüllten
Gummiball ablöste. Der Zelluloidball und sein typischer
"Ping-Pong" Klang sind heute vom Tischtennissport
nicht mehr wegzudenken. Wenig später kam auch der erste
Holzschläger auf den Markt. Immer mehr Leute begeisterten
sich am Tischtennis. Jedoch war Tischtennis nur für obere
Gesellschaftsschichten "reserviert". Damals wurde
hauptsächlich in Cafehäusern und Clubs gespielt, wobei die
Damen und Herren nur im Abendkleid bzw. Frack spielen
durften. Den meisten Kaffee müssen wohl die Engländer und
Ungarn getrunken haben, zumindest waren sie Ende des 19.
Jahrhunderts die besten Tischtennisspieler der Welt...
1901 fand das 1. ausgeschriebene Turnier in London statt,
das aufgrund der starken Beteiligung mehrere Tage dauerte.
Nach und nach eroberte Tischtennis die ganze Welt, und was
zunächst nur der Geselligkeit und der Unterhaltung diente,
wurde mehr und mehr zu einer Sportart mit
Leistungscharakter.
|
|
Das längste
Mannschaftsspiel war 1936 das Finale um den
Swaythling-Cup zwischen Österreich und Rumänien in Prag.
Die Begegnung begann am Sonntag, dem 15. März (11 Uhr)
und endete am folgenden Mittwoch.
Den längsten
Ballwechsel bestritten am 30. Juli 1978
Robert Siegel und Donald Peters in Stamford (USA). Er ging
über 8 Stunden und 33 Minuten.
Das längste
Einzelmatch bestritten die beiden Baden-Württemberger
Uwe Geiger und Thomas Opiol vom 14. bis 21. April 1985.
Das längste Doppel
spielten mit 102 Stunden Roland Merklein, Volker
Fernath, Hilmar Küttner und Helmut Hanus aus Stuttgart vom
23. bis 27. Mai 1980. Derartige
Langzeitrekorde sind nach Einführung der Zeitspielregel
(Der angabeberechtigte Spieler muß nach 12 Ballwechseln
den Punkt beenden) nicht mehr zu überbieten.
Die meisten
Ballwechsel innerhalb einer Minute schafften bei
den Internationalen Britischen Meisterschaften am 28. Februar 1986
in Newcastle Allan Cooke und Desmond Douglas (beide GB) mit
170. Das sind fast 3 Ballwechsel pro Sekunde!!
|